Anamnese und psychotherapeutischer Befund

1. Anamnese und psychologischer Befund

1.1 Quantitatives Bewusstsein

Das quantitative Bewusstsein betrifft die Wachheit = Vigilanz des Patienten und wie stark diese ausgeprägt ist. Sie kann gesteigert, normal oder gemindert sein.

 

Steigerung:

Hypervigilanz / Überwachheit: Bei manischen Zuständen, epileptischer Aura oder bei der Einnahme von Psychostimulanzen.

 

Minderung:

Wach – Patient ist ansprechbar und kann Informationen aufnehmen.

Schläfrigkeit – normale Schläfrigkeit

Somnolenz – Abnorme Schläfrigkeit, aus der man durch Ansprache geweckt werden kann.

Stupor – Erstarrung.

Sopor – tiefer Schlaf, aus dem man nur mit Schmerzreizen geweckt werden kann.

Koma – Patient ist nicht ansprechbar und kann nicht erweckt werden.

 

1.2 Qualitatives Bewusstsein

Der Patient ist ausreichend quantitativ bei Bewusstsein. Das heißt er ist wach und versteht was man ihm sagt. Er ist aber nicht in der Lage angemessen auf die Reize aus der Umwelt zu reagieren.

Bewusstseinseinengung: Der Patient kann nur noch Teile oder gewisse Aspekte aus der Umwelt aufnehmen. Bei Personen mit Wahn-Störungen gelangt man zum Beispiel mit Logik nicht mehr durch. Im Gegenteil, sie nehmen nur noch das wahr, was zu ihren Vorstellungen passt. Das ist ähnlich, wie bei der selektiven Wahrnehmung.

Bewusstseinsverschiebung: Reize werden erweitert und intensiviert aufgenommen. Das Gefühl für Zeit und Raum kommt durcheinander. Unwesentliche Dinge werden als wahnsinnig bedeutend empfunden und Zusammenhänge gesehen, wo keine sind.

Dieser Zustand kann durch Hypnose oder die Einnahme von Drogen wie LSD herbeigeführt werden.

Bewusstseinstrübung: Die Realität wird nicht sinnvoll wahrgenommen,  interpretiert. Unlogische und unmögliche Dinge im sich selbst und die Umwelt betreffend werden nicht als solche erkannt.

1.3 Aufmerksamkeit und Konzentration

Viele psychischen Erkrankungen wirken sich negativ auf die Konzentrationsfähigkeit aus. Störungen können ein erster Hinweis darauf sein, dass ein Problem vorliegt. Im Verlauf der Behandlung kann sie als Indikator dafür fungieren, dass die Therapie erfolgreich verläuft.

Die Konzentration wird mit Hilfe von Aufgaben getestet. Man kann den Patienten einen Zeitungsartikel vorlegen und prüfen, ob sie in der Lage sind ihn zu lesen und zu verstehen. Möglich sind auch Rechenaufgaben wie: „25+13-7+39“ oder das Aufzählen der 12 Monate in umgekehrter Reihenfolge.

1.4 Gedächtnis

Die Medizin unterscheidet im Falle der Gedächtnisleistung 3 verschiedenen Kategorien:

        • Merkfähigkeit
        • Kurzzeitgedächtnis
        • Langzeitgedächtnis
1.4.1 Merkfähigkeit

Die Informationen werden für maximal 10 Minuten gespeichert. Die Funktion wird geprüft durch Fragen wie:

Ich habe Ihnen vor 5 Minuten ein Bild gezeigt. Was war da drauf?

Ich habe Ihnen vorhin eine Zeitung zum Durchblättern gegeben. Erzählen Sie mir etwas aus dem Inhalt.

 

1.4.2 Kurzzeitgedächtnis

Die Verweildauer im Gedächtnis ist nicht genau definiert. Aber es handelt sich um Informationen, die aktiv noch im Kopf sind, aber die noch nicht im Langzeitgedächtnis gespeichert sind. Die Frage ist, ob diese Informationen abrufbar sind. Beispiel:

Wir haben heute früh eine Folge einer Krimiserie geschaut. Können Sie mir noch sagen, wie der Kommissar den Täter ausfindig gemacht hat?

 

1.4.3 Langzeitgedächtnis

Inhalte, die man normalerweise langfristig oder sogar unendlich lange speichert.

Gedächtnisstörungen sind insbesondere ein Symptom organischer Erkrankungen. Sehr deutlich zu sehen bei einer Demenz. Dort verschlechtern sich zunächst die kurzfritigen Gedächtnisleistungen. Neue Informationen werden so gut wie nicht mehr aufgenommen und gespeichert. Während die Erinnerungen aus der Zeit, wo das Gedächtnis richtig funktiniert hat, noch besser abrufbar sind. Dieses Kriterium ist daher auch ein Indikator dafür, um den Schweregrad einer Demenz zu diagnostizieren.

 

1.4.4 Formen mnestischer Störungen

Mnestische Störungen sind Beeinträchtigungen der Merk- und Erinnerungsfähigkeit.

Konfabulationen: Der Patient füllt Gedächtnislücken mit erfundenen, teils sehr phantasievollen Inhalten aus. in seiner Wahrnehmung sind sie real. Dieses Phänomen ist häufig beim Korsakow-Syndrom anzutreffen, welches vor allem bei Menschen mit jahrelangem Alkoholmissbrauch anzutreffen ist. Die Störungen sind mit einer Therapie meist nicht mehr vollständig behebbar.

Paramnesien: Sind sogenannte „Trugerinnerungen“. Patienten sind der Überzeugung etwas Unbekanntes schon einmal gesehen oder erlebt zu haben. Ersteres nennt man „Déjà-vu“, letzteres „Déjà vécu“.

Auf der anderen Seite kann es auch sein, dass sie etwas bereits Bekanntes meinen noch nie gesehen zu haben: „Jamais-vu“

Solche Störungen kennen auch viele gesunde Menschen. Sie treten insbesondere dann auf, wenn jemand übermüdet ist.

Ansonsten sind sie häufig bei neurologisch-psychiatrichen Krankheitsbildern anzutreffen.

Hypermnesie: Erinnerungen werden übermäßig stark und intensiv wahgenommen. Sie tritt vor allem nach Ausnahmesituationen auf wie: Drogenkonsum, Nahtoderlebinsse, Epilepsien mit Aura und Fieberzustände.

Amnesie: Amnesien sind Erinnerungslücken. Im Gedächtnis fehlen Inhalte, die vor , während oder nach einem Ereignis erlebt wurden. Man unterschiedet dabei:

      • retrograde Amnensie – Man erinnert sich bis zu Wochen vor einem Ereignis nicht mehr
      • kongrade Amnesie – Inhalte während des Ereignisses können nicht wiedergegeben werden
      • anterograde Amnesie – ab einem Zeitpunkt nach dem Ereignis setzt die Erinnerung aus

Auslöser können sein:

  • schockierende Erlebnisse, also ein Trauma, sein (psychogene Amnesie),
  • Schädel-Hirn-Trauma (SHT)
  • epileptishe Anfälle
  • Alkoholvergiftung (Filmriss).

 

1.5 Orientierungsstörungen

Gesunde Menschen können normalerweise jederzeit beantworten wo sie sind, warum sie irgendwo sind, welches Jahr wir habe usw. Bei einigen Krankheiten gerät die Orientierung durcheinander. Die Abfrage erfolgt nach dieser Regel:

Z Ö S P

Zeitlich / Örtlich / Situativ / Persönlich

Zeit: Frage nach Tag / Monat / Jahr

Örtlich: Frage nach dem Ort, an dem man sich aktuell befindet

Situativ: Frage nach dem momentanten Geschehen

Persönlich: Fragen nach grundlegenden persönlichen Daten: Name, Beruf,  Geburtsdatum (Daten aus dem Langzeitgedächtnis)

Probleme bei der Orientierung deuten häufig auf körperliche Ursachen hin. Sehr typisch bei einer Demenz. Die Orientierung geht meist in der oben genannten ZÖSP-Reihenfolge verloren. Die Informationen aus dem Langzeitgedächtnis bleiben auch bei dementen Patiente am längsten abrufbar. Aktuelle Zeit und Ort können sich ändern und werden nicht mehr so gut registriert.

Aus diesem Grund ist das Ergebnis dieser Untersuchung ein guter Indikator dafür, wie weit eine Krankheit schon forgeschritten ist.

 

1.6 Denken

Die Denkfähigkeit ist nicht durch direkte Messungen oder sonstige Werte bewertbar. Daher analysiert man sie über die Sprache eines Patienten. Vorsicht ist jedoch geboten bei Sprachstörungen. Hier droht Verwechslungsgefahr. Es wird unterschieden:

      • formales Denken – wie denkt / spricht der Patient
      • inhaltiches Denken – was denkt / sagt der Patient

Die Forschung zeigte, dass ein Zusammenhang besteht zwischen einer Reihe von Krankheiten und bestimmten Denkstörungen, die mit ihnen einher gehen. Das heißt: Anhand der Störung erhält man Hinweise auf die Erkrankung.

 

1.6.1 Formales Denken

Ein gesunder Mensch kann seine Gedanken normalerweise logisch konsistent und in einer angemessenen Geschwindigkeit in Worte fassen. Bei bestimmten Krankheiten treten diesbezüglich Probleme auf:

 

Umständliches / weitschweifiges Denken:

Der Patient kann einen Sachverhalt nur umständlich erklären, weil er wichtige Informationen nicht ovn unwichtigen unterscheiden kann. Die Gedanken arbeitet auf Umwegen auf ein Ziel hin und die Logik ist auch noch gegeben. Aber sinnlose Details werden teils pedantisch durchexerziert und viele Abzweigungen eingeschlagen.

Frage: Warum hast du die blauen Schuhe ausgesucht?

Antwort: Naja, zuerst bin ich in die Stadt gefahren und habe dort versucht was zu finden. Da habe ich mir dann übrigens was zu essen gekauft. Gut geschmeckt hat es nicht… … und weil sie am besten aussahen, habe ich dann die blauen Schuhe ausgesucht.

Auftreten: Demenz

 

Ideenflüchtiges Denken / Gedankenflucht

Das Denktempo ist beschleunigt und dem Betroffenen gehen viele Gedanken gleichzeitig durch den Kopf. Er nimmt sich immer wieder einzelne Punkte aus der eigenen Erzählung und eröffnet immer wieder neue Erzählstränge. Wichtig: die Gedanken sind für Zuhörer nachvollziehbar. Allerdings führen sie nicht immer auf ein Ziel hin, sondern verlieren sich.

Frage: Warum hast du die blauen Schuhe gekauft?

Antwort: Ich habe sie gesehen im Schaufenster, dieses herrliche Blau. Da musste ich sofort an das Meer in Spanien denken. Ach Spanien, da habe ich mir mal eine so gute Flasche Wein gekauft. Apropos Wein …

Auftreten: Manie, bei gesunden unter Einnahme von Substanzen wie Alkohol, Koffein, Cannabis, Aphetamin

 

Zerfahrenes / inkohärentes Denken:

Die Gedanken und kurzen Satzgruppen haben keinen Zusammenhang mehr. Sie folgen keiner Logik mehr, geben nur Burchstücke oder nur noch einzelne Wörter, Wortfetzen (Schizophasie) wieder. Im Extremfall spricht man von „Wortsalat“.

Beispie: Im Haus, Papagei wandert vorbei an Wurst der Hubschrauber.

Auftreten: Schizophrenie, verworrene Manie

 

Denkhemmung:

Die Gedanken werden vom Patient als gebremst oder gehemmt wahrgenommen. So, als würde er gegen einen Wiederstand ankämpfen müssen. Allergings ist dies eine subjektive Empfindung, nicht so wie beim verlangsamten Denken. Dort äußert sich die Störung über ein verlangsamtes Redetempo.

Auftreten: Depression

 

Verlangsamtes Denken:

Das Denktempo ist verlangsamt und verzögert. Es fällt schwer Gedanken zu Ende zu denken. Der Zuhörer empfindet die Verlangsamung ebenfalls.

Auftreten: Depression, Bewusstseinstrübung

 

Grübeln / Verlangsamung / Hemmung

Unangenehme Themen und Sorgen kreisen ununterbrochen im Kopf. Meist unfreiwillig und fast schon zwanghaft.

Von Außen ist eine Verlangsamung der Gedanken zu erkennen, während der Patient diese als gehemmt empfindet.

Ein Themenwechseln lässt sich im Gespräch durchführen – im Gegensatz zum eingeengten Denken.

Auftreten: Depression

 

Perseveration:

Der gleiche Gedanke setzt sich fest und wiederholt sich permanent. Das Denken verbleibt bei einem Begriff oder einem Gedanken. Manche Worte oder Sätze werden ständig wiederholt, obwohl das Thema in der Zwischenzeit schon längst gewechselt hat.

Auftreten: hirnorganische Psychosyndrome: schizoaffektiver Depression,  Schizophrenie, Zwangsstörungen, Frontalhirnsyndrom

 

Gedankensperre / Gedankenabreißen

Objektiv erkennbarer Abbruch von flüssigen Gedankengängen. Der Betroffene verliert einen Gedanken ohne erkennbaren Grund. Mitten im Reden ist auf einmal Ende. Für ihn ist es ein Abreißen, für den Beobachter eine Gedankensperre.

Auftreten: Schizophrenie

 

Neologismen:

Es werden neue Worte kreiert, die sonst nicht gebräuchlich sind: „Da kommt mein Freudenvernichter.“

Auftreten: Schizophrenie

 

Kontamination:

Teile von Wörtern werden miteinander verschmolzen zu einem neuen. So wie:

      • Breakfast / Lunch -> Brunch
      • Himmel / Hölle -> Hömmel

Auftreten: Schizophrenie

 

Vorbeireden:

Patient antwortet unabsichtlich nicht auf die Frage, obwohl er sie verstanden hat.

 

Auffassungsstörung:

Patient antwortet nicht auf die Frage, weil er sie nicht versteht.

 

Konkretismus:

Patient nimmt alles übertrieben wörtlich und kann Äußerungen nicht im übertragenden Sinne deuten.

Oft zitiert wird das Beispiel, wo eine Frau ihrem Mann großen Teller mit Essen auftischt. Er fragt: „Ist das alles für mich?“ und möchte ihr damit eigentlich ein Kompliment machen. Aber die Frau kann das so nicht erfassen und antwortet: „Für wen denn sonst, ist ja sonst niemand hier.“

Auftreten: Schizophrenie

 

1.6.2 Inhaltliche Denkstörungen

Inhaltliche Denkstörungen äußern sich in ihrer ausgeprägtesten Form in Wahn-Gedanken. Wahn-Ideen haben 3 charakteristische Merkmale:

      • Unmöglichkeit des Inhalts
      • Subjektive Gewissheit
      • Unkorrigierbarkeit durch Logik

Das bedeutet: es ist offensichtlich, dass die Denkinhalte nicht stimmen können. Aber der Patient empfindet sie so und in seiner Wahrnehmung der Welt erscheinen sie absolut plausibel. Selbt mit logischen Erläuterungen lässt sich der Gedanke nicht korrigieren. Oft ist es eher sogar so, dass der Betroffene noch mehr davon überzeugt wird, dass es böse Mächte gibt, die ihn manipulieren wollen.

 

Formen des Wahns:

Wahnstimmung: Patient hat eine Art Vorahnung

Wahngedanke: ein einzelner, wahnhafter Gedanke

Wahnwahrnehmung: völlig normalen Dingen wird eine große Bedeutsamkeit zugemessen, meistnes auf sich selbst bezogen.

Wahndynamik: der Grad der emotionalen Beteiligung des Betroffenen. Eine hohe Dyamik ist häufig günstiger für die Prognostik

 

Inhalte des Wahns:

Schuldwahn – schwere Depression: Der Patient gibt sich für alle möglichen negativen Ereignisse die Schuld

Versündigungswahn – schwere Depression: Das Gefühl große Schuld auf sich geladen zu haben und dafür bald eine Strafe zu bekommen.

Krankheitswahn – schwere Depression: Person denkt sie hat schon oder bekommt bald eine schwere, gefährliche Krankheit, obwohl alles in Ordnung ist.

Verarmungswahn – schwere Depression: Betroffene ist der Überzeugung bettelarm zu sein oder es bald zu werden.

Beziehungswahn – Schizophrenie: Alles Unwichtige wird mit sich selber in Bezhiehung gebracht. Alltäglich Dingen wird Bedeutung zugewiesen.

Verfolgungswahn – Schizophrenie: Person hat Angst, weil er sich verfolgt fühlt. Manchmal auch von fremden Kräften.

Vergiftungswahn – Schizophrenie: Jemand ist der sichern Überzeugung, dass ein anderer ihn vergiften will.

Liebeswahn: Betroffene denkt dass jemand anderes in ihn verliebt sei. Zum Beispiel: Kanzlerin, Moderatorin, Superstar Madonna

Eifersuchtswahn – Alkoholmissbrauch: Person ist krankhaft eifersüchtig und sieht in allem einen Beweis für die Untreue des Partners: „Das Fenster ist offen, hier ist wohl dein Liebhaber abgehauen.“

Dermatozoenwahn Alkoholentzug / Drogenmissbrauch: Betroffene sind der Überzeugung, dass unter der Haut Tiere leben, oder Parasiten, Parasiten etc.

Größenwahn – Manie: Übersteigerter Geltungsdrang einer Person. Möchte immer im Mittelpunkt stehen und alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Reichtumswahn – Manie: Patient denkt er sei reich und geht wie wild einkaufen, obwohl der das meiste nicht bezahlen kann.

Berufungswahn – Manie: Man fühlt sich dazu berufen etwas Großes zu vollbringen, zum Beispiel die Welt zu retten.

Symbiotischer Wahn: Ein meist enger Angehöriger wird vom Wahngedanken mit erfasst.

Nihilistischer Wahn / Cotard-Syndrom: Betroffener leugnet die Existenz des eigenen Körpers oder ist überzeugt davon tot zu sein, zu verwesen oder seine Organe und sein Blut verloren zu haben.

Auftreten: Schizophrenie, affektive Psychosen, schwere Hirnerkrankungen (SHT), manchmal bei Migräne

 

1.7 Sinnestäuschung und Wahrnehmungsstörungen

Der Mensch hat von Natur aus 5 Sinne. Bei ihnen allen können krankafte Störungen auftreten, so dass sie falsche Wahrnehmungen erzeugen können. Die wichtigstern Sinnestäuschungen sind:

      • Halluziniationen
      • Pseudohalluziniationen
      • Illusionen
1.7.1 Halluzinationen

Etwas, das es in der Realität nicht gibt, wird wahrgenommen:

 

Akkustische Halluzinationen:

Akoasmen: Man hört Stimmen (Phoneme: Worte, Sätze)

Gedankenlautwerden: Echoartiges Hören eigener Gedanken

Phoneme: nicht vorhandene Geräusche werden gehört

Akkustische Halluzinationen sind überwiegend ein Symptom der Schizophrenie.

 

Optische Halluzinationen:

Es werden Dinge gesehen, die nicht da sind. Das können Menschen, Blitze, Tiere – alles mögliche sein.

Sie können viele Ursachen haben: Drogenmissbrauch, Drogenentzug, Alkohol, Fieber, Medikament, Hirnschäden

 

Olfaktorische Halluzinationen:

Sogenannte Geruchshalluzinationen. Häufig bei Schizophrenie oder Epilepsie. Patient meint Gift im Essen zu riechen (siehe Vergiftungswahn) oder den Geruch der Verwesung.

 

Gustatorische Halluzinationen:

Geschmachshalluzinationen. Patient meint Gift im Essen zu schmecken(siehe Vergiftungswahn) oder den Geruch der Verwesung.

 

Coenästhetische Halluzinationen:

Gestörte körperliche Wahrnehmung. Beispiel: Feuer in den Händen, Metallkugel in der Brust.

 

1.7.2 Pseudohalluzinationen

Der Betroffene nimmt zwar falsche Inhalte wahr, ist sich aber dessen bewusst, dass diese nicht real sein können.

Beispiel: Ich sehe fliegende Affen, aber das kann eigentlich gar nicht sein.

1.7.3 Illusionen

 

1.8 Ich-Störungen

1.9 Stimmung und Affekt

1.10 Ängste

1.11 Zwangsstörungen

1.12 Antriebsstörungen und psychomotorische Störungen

1.13 Suizidialität

1.14 Krankheits- / Behandlungseinsicht, Krankheitsgefühl

1.15 Äußere Erscheinung und Verhalten

1.16 Erstellung der Diagnose